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IPPNW

Siemens-Boykott - alle können mitmachen!

Kein Handy von Siemens

01.03.2005 

Die Siemens-Beteiligungsgesellschaft Framatome ANP ist der weltweit führende Anbieter von Atomkraftwerkstechnik. Der Atomkonzern sorgt mit seinen Geschäften für den Weiterbetrieb von Atomkraftwerken und baut neue Atomkraftwerke. Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW und andere Organisationen fordern Siemens auf, aus dem gefährlichen Atomgeschäft auszusteigen. Sie empfehlen den Verbraucherinnen und Verbrauchern, so lange keine Siemens-Produkte zu kaufen, bis Siemens zugunsten seiner umweltfreundlichen Energietechniken aus der Atomenergie aussteigt.

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Siemens-Boykott: Gute Argumente

Die Macht der Verbraucher

09.03.2005 

Die atomkritische Ärzteorganisation IPPNW und weitere Organisationen rufen die Bevölkerung auf, so lange keine Produkte von Siemens zu kaufen, bis Siemens zugunsten seiner umweltfreundlichen Energietechniken auf Planung und Bau von Atomkraftwerken verzichtet. Der Aufruf zum Siemens-Boykott wirft immer wieder Fragen auf. Zum Beispiel: Baut Siemens neue Atomkraftwerke? Vernichtet der Siemens-Boykott Arbeitsplätze in Deutschland? Ist ein Boykott erlaubt? Sollten sich die Proteste nicht gegen die Politik statt gegen die Wirtschaft richten? Kann der Boykott ein Unternehmen wie Siemens beeindrucken?  Im folgenden finden Sie 30 oft gestellte Fragen zum Siemens-Boykott. Wir geben Ihnen 30 gute Argumente an die Hand, um sich beim Siemens-Boykott zu beteiligen.

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Die unverantwortlichen Atomgeschäfte von Siemens

Ein kurzer Überblick

01.03.2005 

Die Siemens AG ist einer der weltweit führenden Atomkonzerne. Seit 2001 firmiert das Atomgeschäft unter "Framatome ANP", einer Beteiligungsgesellschaft von Siemens. Nach Auffassung der IPPNW sind diese Atomgeschäfte unverantwortlich. Siemens hat alle deutschen Atomkraftwerke gebaut und baut neue Atomkraftwerke. Siemens spart bei der Sicherheit und bei der Wartung und Instandhaltung von Atomkraftwerken. Der Atomkonzern beschäftigt in Atomkraftwerken Hilfskräfte und Leiharbeiter. Atomkraftwerke hat Siemens immer wieder in Erdbebengebieten errichtet. Trotz ungelöster Entsorgung setzt Siemens weiterhin auf die Atomenergie. Siemens sorgt mit seinen Atomexporten für die Verbreitung von Technologie und Know-how, die auch für die Entwicklung von Atombomben hilfreich sein können.

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Atomkonzern Siemens

14.02.2005 

Siemens hat alle 18 derzeit in Deutschland betriebenen Atomkraftwerke gebaut. Im Ausland hat Siemens mehrere Kernkraftwerke errichtet. Die Atomsparte von Siemens firmierte jahrzehntelang als "Siemens/KWU". Anfang 2001 fusionierte Siemens sein Atomgeschäft mit dem des französischen Atomkraftwerksherstellers Framatome zur heutigen Framatome ANP. Sie ist der weltweit führende Anbieter von Atomkraftwerkstechnik. Das Unternehmen ist weltweit tätig in den Bereichen Kernbrennstoffversorgung, Wartung und Nachrüstung laufender Atomkraftwerke sowie Errichtung neuer Atomkraftwerke.

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Der Europäische Druckwasser-Reaktor wird massiv subventioniert

Privilegien für Siemens

07.08.2005 

Auch 60 Jahre nach Beginn der kommerziellen Atomenergie-Nutzung hält die Atomwirtschaft beim Staat die Hand auf, wenn es darum geht, ein neues Atomkraftwerk zu bauen. Der neue "Europäische Druckwasser-Reaktor" (EPR), dessen Prototyp von Siemens/Framatome derzeit in Finnland errichtet wird, wird massiv subventioniert.

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Die Stromkunden finanzierten die Entwicklung des EPR

Siemens-Geschäft

07.02.2005 

Der Europäische Druckwasser-Reaktor (EPR) wurde ab 1993 von Siemens gemeinsam mit dem damaligen französchen Partner Framatome entwickelt. Finanziert wurde die Reaktorentwicklung vor allem von den Haushaltskunden in Deutschland und in Frankreich. Denn auf der Basis komfortabler Verträge trugen nicht Siemens und Framatome die Entwicklungskosten. Diese wurden vielmehr in erster Linie von den deutschen und französischen Atomkraftwerksbetreibern getragen.

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Dialog mit Siemens

Die IPPNW führt seit mehreren Jahren einen Dialog mit Siemens über die Nutzung der Atomenergie. Im folgenden geben wir die beiden letzten Schreiben zur Kenntnis.

[IPPNW-Schreiben vom 22. Januar 2004 ]  [Siemensschreiben vom 9. Februar 2004]

Siemens entwickelt und baut neue Atomkraftwerke

14.01.2005 

Siemens hat in den vergangenen Jahren drei neue Atomkraftwerkstypen entwickelt. Gemeinsam mit der damaligen Framatome entwickelte Siemens in den 1990er Jahren den so genannten "Europäischen Druckwasser-Reaktor (EPR)". Der Siedewasserreaktor SWR-1000 ist ein eigenständiger Reaktortyp aus dem Hause Siemens.  Gemeinsam mit der russischen Atomwirtschaft  konstruierte Siemens zudem den Druckwasserreaktor WWER-640. Siemens baut weiterhin neue Atomkraftwerke. In der jüngeren Vergangenheit war Siemens an Neubauten in der Slowakei und in China beteiligt. Im Dezember 2003 erhielt die Siemens-Beteiligungsgesellschaft Framatome ANP einen Auftrag zur Errichtung eines "Europäischen Druckwasser-Reaktors (EPR)" in Finnland. Ein entsprechender Auftrag wird auch für Frankreich erwartet.

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Der Europäische Druckwasser-Reaktor von Siemens

Neue Atomkraftwerke

23.08.2005 

In deutsch-französischer Kooperation entwickelte Siemens in den 1990er Jahren ein neues Atomkraftwerk: den "Europäischen Druckwasser-Reaktor" (EPR). Der Prototyp dieses Atommeilers wird derzeit in Finnland am Standort Olkiluoto gebaut.

Unterstützen Sie den Siemens-Boykott mit einer Spende!

Sie können den Siemens-Boykott auch unterstützen, indem Sie eine Spende auf das folgende Konto überweisen:

IPPNW
Konto-Nr. 600 423 55
Sparkasse Rastatt-Gernsbach
BLZ 665 500 70

Stichwort: "Siemens"

Anders wählen

Wie wir aus der Atomenergie aussteigen können

10.08.2005 

Können Sie mit Ihrer Stimme bei der Wahl zum Bundestag einen tatsächlichen Ausstieg aus der Atomenergie erreichen? Nein. Das ist kein wahlentscheidendes Thema und keine Partei macht sich dafür stark. Sie können aber nach anderen Gesichtspunkten wählen und damit mehr erreichen.

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Aus IPPNW-Forum 77/02

Schlechte Noten für Siemens-Reaktor

Finnland

10.10.2002 

Der weltweit führende Atomkraftwerkshersteller Framatome ANP, eine Beteiligungsgesellschaft der Siemens AG, drängt Finnland zwei angeblich super-sichere Reaktortypen auf. Die vorläufige Sicherheitsbeurteilung der finnischen Genehmigungsbehörde ergab allerdings, dass keiner der untersuchten Reaktoren den erforderlichen Sicherheitsbestimmungen entspricht. "Zündkerzen" können gefährliche Wasserstoffexplosionen herbeiführen - wie vor wenigen Monaten im deutschen Siemens-Reaktor Brunsbüttel geschehen.

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Folgenschwerer Traumstart von Siemens

Digitale Leittechnik

22.07.2005 

Im Jahr 1998 hat Siemens im Atomkraftwerk Neckarwestheim-1 die Kraftwerkssteuerung in sicherheitsrelevanten Bereichen auf digitale Leittechnik umgerüstet. Am 10. Mai 2000 war diese digitale Leittechnik dafür verantwortlich, dass mit der Reaktorschnellabschaltung das zentrale Sicherheitssystem des Reaktors blockiert war. Obwohl die neue Technik noch in den Kinderschuhen steckt, wird überall auf sie umgerüstet. Fachleute des TÜV Süd und die Reaktorsicherheitskommission sehen offenbar gravierende Sicherheitsrisiken.

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